LYRIK

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Schöpfungslyrik
Viriditas – so ist eines der neuen Gedichte von Petra Arndt überschrieben. Viriditas, die Grünkraft, die Hildegard von Bingen überall in der Schöpfung entdeckt hat.
Gewidmet ist das Gedicht Alfred Sisley, „dem schüchternsten und sanftesten der Impressionisten“ (Vincent van Gogh). Und auf diese subtile Weise sind schon wesentliche Charakteristika von Petra Arndts künstlerischem Schaffen – und auch ihrer selbst – genannt. 
Petra Arndt lebt in einem schöpferischen Dialog – und dies vorzugsweise in der Stille, die im Atelier vielleicht noch ausgefüllt ist mit Präludien und Fugen von Schostakowitsch. Ihr intimer Dialog mit dem natürlichen Material – Ton, Holz, Stein – führt zu plastischen Arbeiten, die in aller Regel figürlich sind; mit ihren Worten findet sie Ausdruck – besser Eindruck, Impression dieser Spannkraft in aller belebten Schöpfung; und in der Malerei wird schließlich dieser mystische Dialog, die Spannung zwischen Vergänglichem und Ewigem, in jedem Ausdruck, in jedem Bild deutlich. Dadurch
entstehen auch zwischen den unterschiedlichen Werken, die in diesem Band gezeigt werden, Bezüge, die sich dem Leser und Betrachter offenbaren wollen.

Stille und zugleich kraftvolle Silben

Wortfragmente und Metaphern aus der Begegnung mit Gott und der Natur. Petra Arndt verweist in ihrer Lyrik auf eine neue Wirklichkeit des Seins und des Menschseins. Am Anfang war das Wort, am Beginn der Zeit stehen Worte. Vielleicht hört man die unzähligen Stimmen der Vögel, wie Franz von Assisi und vernimmt das Rauschen der Bäche und das Flüstern der Bäume. Jene Stimmen der Natur nimmt die Lyrikerin in ihrem Werk auf.

Daraus entsteht der Zauber ihrer Lyrik. Nicht im jambischen Gleichklang der Verse, sondern in der freien Lyrik. Sie sucht nicht nach Satzzeichen, sondern einzig der Gedanke gibt den Worten die Struktur.

Sie spricht von: Einkehr, Durchgang, Metanoia oder von den Blüten der Zeit. Sie verwendet Worte, die uns in der christlichen Tradition oder der Naturlyrik begegnen. Ihre Worte sind nicht nur gesprochene Worte, man kann sich in sie hineinfühlen, erlebt andere Sphären.

Man trifft auf Unerwartetes, lässt sich ein auf das zarte Miteinander der Silben und findet zur Bedeutung. Petra Arndt findet mit ihren Worten das Menschsein, definiert es neu auf der Suche nach der Stille oder nach innerer Einkehr. 

Diana Trojca M.A. Kunsthistorikerin

© 2018 PETRA ARNDT | IMPRESSUM

inmitten der Gesten

wolkenlos dein Lächeln eine Laune des Augenblicks helle Laternen deine Augen sie leuchten mich aus ein Fluss meines Grundstroms deine Sehnsucht